12. September 2018 – 19 Uhr – HudL HF

Die DFG-VK OWL lädt ein zur Veranstaltung mit Lühr Henken

Abrüsten statt Aufrüsten
Zwei Prozent mehr für Rüstung bis 2024? Das fordert US-Präsident Donald Trump von Deutschland, das beschloss die NATO auf ihrem Gipfel 2014.
Nur zwei Prozent, das klingt wenig – bedeutet aber in Wirklichkeit eine Verdoppelung des Verteidigungshaushaltes. Denn die NATO bezieht sich auf das Brutto-Inlands-Produkt (BIP), also auf die gesamte Wirtschaftsleistung eines Landes in einem Jahr. Das betrug 2017 laut Statistischem Bundesamt 3,26 Billionen Euro. Das hieße mehr als 70 Milliarden EUR für die Rüstung pro Jahr allein für Deutschland 2024.
Zum Vergleich: 2017 betrug der Verteidigungshaushalt rund 37 Mrd. EUR. Der Rüstungsetat würde sich also massiv erhöhen. Russland gab 2017 69 Milliarden US-Dollar aus, alle 28 NATO-Staaten 918 Mrd. EUR. Wir alle sind von dieser Erhöhung der Rüstungsausgaben betroffen. Das Geld fehlt für zivile und soziale Aufgaben, für Schulen, Pflege, medizinischer Versorgung, Wohnungen und vieles mehr.
Und wozu das Ganze? Welche Ziele verfolgen die Bundesregierung und die Bundeswehr damit? Welche Folgen wird das für uns Menschen, für die deutsche Stellung in Europa und in der Welt haben? Welche Alternativen gibt es?
Darüber wird Lühr Henken aus Berlin sprechen und zur Diskussion bereit stehen. Er ist Ko-Sprecher des Bundesausschusses Friedensratschlag, arbeitet in der Berliner Friedenskoordination mit und ist DFG-VK-Mitglied.
Der Friedensratschlag ist ein Zusammenschluss von 150 örtlichen, regionalen und bundesweiten Friedensorganisationen.
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»Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.«

Blumen für Stukenbrock

Aufruf als PDF

Mit der diesjährigen Mahn- und Gedenkveranstaltung am 03.09. erinnert der Arbeitskreis BLUMEN FÜR STUKENBROCK an den Überfall der deutschen Wehrmacht vor 70 Jahren auf die damalige Sowjetunion. Mit diesem verbrecherischen Krieg begann auch der Leidensweg der Kriegsgefangenen des Stalag 326 in Stukenbrock Senne.

70 Jahre nach den Ereignissen verstummen die persönlichen Erinnerungen der Zeitzeugen in Deutschland wie in beteiligten Ländern – heute vor allem Russland, Weißrussland und die Ukraine. Deshalb ist es um so wichtiger, dass die unvorstellbaren und unmenschlichen Geschehnisse Bestandteil eines kollektiven Gedächtnisses und unterschiedlicher Erinnerungskulturen bleiben.

Anlässlich des Antikriegstages 2011 soll an das Friedensgebot des Grundgesetzes und an die Mahnung NIE WIEDER KRIEG der Überlebenden des 2. Weltkrieges und der Konzentrationslager erinnert werden.

Die Mahn- und Gedenkfeier beginnt am 03.09.2011 um 15 Uhr mit einer Kranzniederlegung auf dem Ehrenfriedhof für sowjetische Kriegsgefangene in Stukenbrock-Senne. Die Gedenkrede wird Dr. Peter Strutynski vom Kasseler Friedenforum gesprochen.

http://www.blumen-fuer-stukenbrock.de/


Afghanistan braucht Frieden

Zur Bombardierung zweier Tanklaster in Afghanistan durch Kräfte der Nato
sagt Irmgard Pehle, Bundestagskandidatin von BÜndnis 90/DIE GRÜNEN:
„Der Luftangriff ist eine menschliche Katastrophe für viele Verwundete
und Familien. Der Angriff ist eine dramatische Verschärfung des
Konflikts im Einsatzgebiet der Bundeswehr. Verteidigungsminister Jung
agiert verantwortungslos. Seit Tagen verweigert er sich den Realitäten, auch wenn er zivile Opfer nicht mehr ausschließen will.
Er gibt Durchhalteparolen und ergeht sich in Schönrednerei.
Wir fordern von der Bundesregierung schnelle und vollständige Aufklärung
der Umstände und Folgen der Bombardierung. Die Bundesregierung mss
endlich Schluss machen mit ihrer Beschönigungsrhetorik zu Afghanistan.
Angela Merkel und Frank-Walter Steinmeier dürfen sich jetzt im Wahlkampf
beim Thema Afghanistan nicht weiter weg ducken. Die Bundesregierung hat
es in den letzten Jahren nicht vermocht, eine Strategie für Frieden in
Afghanistan zu entwickeln. Vielmehr hat die Große Koalition beim
Polizeiaufbau versagt und das unzureichende zivile Engagement wird auch
noch mangelhaft koordiniert.
Die Bundesregierung muss endlich zu einer anderen Politik kommen, damit
der Schutz der Bevölkerung höchste Priorität bekommt und der
Wiederaufbau vorankommt – auch mit dem Ziel, die internationalen Truppen
aus Afghanistan abzuziehen. Dazu gehört das sofortige Ende von
Luftangriffen, die zahlreiche zivile Opfer in Kauf nehmen und dadurch
dazu beitragen, die afghanische Bevölkerung immer weiter in die Arme von Taliban und Warlords zu treiben.“