Afghanistan braucht Frieden

Zur Bombardierung zweier Tanklaster in Afghanistan durch Kräfte der Nato
sagt Irmgard Pehle, Bundestagskandidatin von BÜndnis 90/DIE GRÜNEN:
„Der Luftangriff ist eine menschliche Katastrophe für viele Verwundete
und Familien. Der Angriff ist eine dramatische Verschärfung des
Konflikts im Einsatzgebiet der Bundeswehr. Verteidigungsminister Jung
agiert verantwortungslos. Seit Tagen verweigert er sich den Realitäten, auch wenn er zivile Opfer nicht mehr ausschließen will.
Er gibt Durchhalteparolen und ergeht sich in Schönrednerei.
Wir fordern von der Bundesregierung schnelle und vollständige Aufklärung
der Umstände und Folgen der Bombardierung. Die Bundesregierung mss
endlich Schluss machen mit ihrer Beschönigungsrhetorik zu Afghanistan.
Angela Merkel und Frank-Walter Steinmeier dürfen sich jetzt im Wahlkampf
beim Thema Afghanistan nicht weiter weg ducken. Die Bundesregierung hat
es in den letzten Jahren nicht vermocht, eine Strategie für Frieden in
Afghanistan zu entwickeln. Vielmehr hat die Große Koalition beim
Polizeiaufbau versagt und das unzureichende zivile Engagement wird auch
noch mangelhaft koordiniert.
Die Bundesregierung muss endlich zu einer anderen Politik kommen, damit
der Schutz der Bevölkerung höchste Priorität bekommt und der
Wiederaufbau vorankommt – auch mit dem Ziel, die internationalen Truppen
aus Afghanistan abzuziehen. Dazu gehört das sofortige Ende von
Luftangriffen, die zahlreiche zivile Opfer in Kauf nehmen und dadurch
dazu beitragen, die afghanische Bevölkerung immer weiter in die Arme von Taliban und Warlords zu treiben.“