Rede vom 22. Gewerkschaftstag der IG Metall

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

Annahme als Material an den Vorstand“ ist wie ein Auftrag an den Vorstand.

Homepage der IG Metall

Doch ich will euren Blick auf einen wenig beleuchteten Bereich der Branche ‚Textile Dienste‘ lenken. Nämlich auf die Großwäschereien, die für gewerbliche und öffentliche Kunden arbeiten – und nicht in der Zuständigkeit von Verdi, sondern in der Zuständigkeit der IG Metall liegen.

Dort gibt es dank des IGM-Tarifvertrages einen Mindestlohn!

Es ist beschämend:

zur Zeit sind es 6,75 € im Osten und 7,80 € im Westen, ab 2012 steigen die Löhne um 25 bzw. 20 Cent.

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

wo ein schlechter Lohn gezahlt wird, sind trotz gesetzlicher ‚Mindestarbeitsbedingungen‘ die Arbeitsbedingungen miserabel – und meist gesundheitsgefährdend.

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Rückblick auf die Bundestagswahl–Aktenzeichen CDU/FDP ungelöst

Vor etwas mehr als einem Jahr war Bundestagswahl.

Anlass genug einmal zurückzuschauen und darüber nachzudenken, wie sich bestimmte Dinge in dieser Zeit entwickelt haben oder ob es überhaupt eine Entwicklung gab.

Eine unserer zentralen Aktionen während des Bundestagswahlkampfes war die „Begrünung“  des Linnenbauerdenkmals in Herford.

Damit wollten wir klarmachen, dass es nur vorangeht, wenn auch die ArbeitnehmerInnen im unteren Einkommensbereich wieder mehr „Moos in die Hand“ bekommen. Aus der Krise geht es nur mit Mindestlohn und ist eine zentrale Aufgabe der Politik, die soziale Spaltung der Gesellschaft zu überwinden.

Leider war das vergangene Jahr in dem Sinne ein vertanes Jahr. Schwarz-gelb treibt die soziale Spaltung weiter voran, indem sie arbeitende Arme gegen arbeitslose Arme ausspielt, der Mindestlohn ist in weite Ferne gerückt und es wird wieder ein Stückchen kälter in diesem Land.

Es gibt also noch viel zu tun.