Gewalt an Frauen am Arbeitsplatz hat weltweit zugenommen

Die IG Metall hat zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen auf die negativen Folgen der Globalisierung vor allem für weibliche Beschäftigte hingewiesen. „Vor dem Hintergrund der verschärften internationalen Konkurrenz geraten immer mehr Frauen in prekäre Arbeits­verhältnisse und sind verschiedensten Formen von Gewalt ausgesetzt“, sagte IG Metall-Ortsfrauenvorsitzende Irmgard Pehle, „Frauen werden als die Gewinnerinnen der Globalisierung dargestellt, weil sie – industrielle – Arbeit finden, über die Bedingungen reden wir dann – zu -selten“.Gewalt an Frauen hat viele Gesichter und macht auch vor Grenzen keinen Halt.

Laut der UNO wird jede dritte Frau einmal in ihrem Leben geschlagen, vergewaltigt oder anderweitig miss­braucht. In diesem Jahr setzt sich TERRE DES FEMMES verstärkt gegen den Mythos Jungfräulichkeit ein. In vielen Familien wird der Zustand des Jungfernhäutchens der Tochter noch immer als „Ehrensache“ angesehen. Werden Zweifel daran laut, kann dies zu einer ernsthaften Bedrohung für das Leben der Mädchen werden. Es darf nicht sein, dass der Wert von Mädchen und Frauen vom Zustand ihres Jungfernhäutchens abhängig gemacht wird und ihnen ihre sexuelle Selbstbestimmung verweigert wird.“  steht auf der Internetseite frauenrechte.de.  

Die andere alltägliche Gewalt muss ebenfalls deutlich werden finden die IG Metall Frauen in Herford. Bereits seit 10 Jahren beteiligt sich die IG Metall deshalb an der bundesweiten Fahnenaktion, die die Organisation „Terre des Femmes“ zum Internationalen Gedenktag der Vereinten Nationen gegen Gewalt an Frauen am 25. November veranstaltet.
In Herford hängt die Fahne in der IG Metall Geschäftsstelle um Beschäftige und Besucher_innen aufmerksam zu machen.

Sexuelle Gewalt am Arbeitsplatz, Verbot von Toilettengängen, unzählige unbezahlte Überstunden und ein minimaler Lohn, der nicht für ein menschenwürdiges Leben reicht, seien in vielen Ländern an der Tagesordnung. Zudem würden Frauen häufig brutal unter Druck gesetzt, wenn sie sich für ihr Recht, sich in einer Gewerkschaft zu organisieren, einsetzten, erklärte die Metallerin, „den Frauen drohe nicht nur die Entlassung, sie müssten teilweise sogar um ihr Leben fürchten. Gewalt an Frauen hat viele Gesichter“.

Pehle appellierte an die Verbraucher_innen, gerade in der Bekleidungsstadt Herford, bewusster einzukaufen und in den Geschäften nachzufragen, unter welchen Bedingungen die Produkte hergestellt werden. Die international tätigen Unternehmen können auf diesem Weg veranlasst werden, in ihren Zuliefererbetrieben für bessere Arbeitsbedingungen zu sorgen. Auch die Kommunen hätten hier eine Vorbildfunktion und müssten bei ihren Beschaffungsverträgen etwa auf die Einhaltung von Kernarbeitsnormen in den Herstellerländern achten. „Billige Preise dürfen nicht mit dem Verzicht auf Menschenrechte erkauft werden.“.
Weitere Informationen zu diesem Thema gibt es auf der Internetseite http://www.saubere-kleidung.de.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

This blog is kept spam free by WP-SpamFree.